Die Geschichten

Arbeiten Mit Dem Guten Ruf Der Natur

Um die Olympiaregion Seefeld genussvoll mit dem Gaumen zu erschließen, empfiehlt sich ein Besuch im Gut Leutasch.

Beim Wandern durch den atemberaubend schönen Alpenpark Karwendel in der Olympiaregion Seefeld steigt einem schnell der wunderbar herbe Duft der sommerlichen Alpen in die Nase. Neben tosenden Wildflüssen und sagenhaften Panoramablicken bieten die unzähligen stattlichen Fichten, Latschen und die Vegetation der alpinen Wälder nicht nur landschaftlich gesehen eine wahre Vielfalt an Sinneseindrücken.
Hier oben tummeln sich auch verschiedenste Wildtiere, die aufrund der Höhenlage für erstklassige Qualität bei Wildprodukten sorgen. Um einen erlebnisreichen Tag in und mit der Natur noch ein wenig nachklingen zu lassen, machen wir einen Abstecher ins Gut Leutasch.

Tritt man durch die Ladentür von Gut Leutasch, wird man vom würzigen Duft der Delikatessen an jenen vom malerischen Karwendelgebirge erinnert, das sich draußen in all seiner imposanten Schönheit ausbreitet. 
Bekannt ist Gut Leutasch für die Veredelung von Fleisch- und Wildprodukten. Das Fleisch für Letzteres stammt ausschließlich von frei lebenden Tieren aus den umliegenden Wäldern, wobei der Großteil aus den eigenen Revieren bezogen wird.

„Wir versuchen, die Produkte, die uns die Natur liefert, so schonend als möglich zu verarbeiten. Das gewährleistet uns das hohe Qualitätsniveau”, sagt Betriebsleiter Michael Skamrada.
Neben Wild gibt es auch Feinstes von Almochs oder Kräuterschwein von lokalen Produzenten, die in ihren nachhaltigen Produktionsmethoden vom Gut Leutasch vollste Unterstützung finden. „Da arbeiten wir zum Beispiel mit einem Bauern aus dem nahegelegenen Mötz, der füttert seine Schweine mit Heu. Ihre Reifezeit beträgt ein Jahr und nicht die industrieüblichen sechs Monate.” Ein aufwendiger und kostenintensiver Einsatz, der sich jedoch lohnt und den man vor allem schmeckt. 
 

Neben herrlichen Würsten, Speck und Frischfleisch findet man in Gut Leutasch noch feinste Köstlichkeiten wie Edeldbrände, Säfte, Honig, Marmelade und Pasteten, alles aus regionaler Hand. 

Zeitgemäß ist das sanfte Schlachten der landwirtschaftlichen Nutztiere, das ganz in der Obhut von Daniel Ruetz liegt. Der gelernte Metzger, von denen es mittlerweile nur mehr sehr wenige gibt, ein ruhiger junger Mann, ist verantwortlich für die Auswahl der Produzenten und die Qualitätskontrolle. Als Sohn von Biobauern hat er ein feines Gespür für die Tiere. 

Dennoch gehört das Schlachten zum Zyklus des bäuerlichen Tuns. „Um es stressfrei zu gestalten”, wie er sagt, „machen wir es selbst.“ Damit rückt man wieder näher zum Ursprung und an eine Zeit, als die Bauern ihre Tiere noch selbst verarbeitet haben. Tradition und Philosophie vom Gut Leutasch fügen sich hier, beim Arbeiten im Einklang mit der Natur, nahtlos ineinander.

Bei so vielen Köstlichkeiten fällt die Entscheidung schwer. Michael Skamrada verrät uns drei seiner liebsten Spezialitäten, die man unbedingt verkosten sollte: Hirschrohschinken, Rotweinsalami vom Wild oder speziell gewürzte Würste, und für Speckliebhaber einen mildgeräucherten Schopfspeck vom Kräuterschwein. Mahlzeit! 

Text: Sandra Pfeifer
Fotos: David Payr // friendship.is

14. Juni 2016

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