Die Geschichten

Auf Der Schneefahrbahn

Die Audi driving experience ist ein Erlebnis. Und das nicht nur für Automobilliebhaber oder angehende Rallye-Piloten, sondern auch für all jene, die sich vielleicht für Autos bisher nur wenig interessierten.

Minusgrade und dichter Schneefall - die Bedingungen, die uns an diesem Wintertag in Seefeld erwarten, sind wahrlich nichts für Sonnenanbeter und Schönwetterskifahrer. Andererseits sind es geradezu ideale Voraussetzungen für unser Vorhaben - ein Fahrtraining bei Audi driving experience. "A guades Wetter hobt's euch ausgsuacht", begrüßt uns Fahrinstruktor Ludwig Fetz am Parkplatz der Seefelder Bodenalm, und wir sind uns nicht ganz sicher, ob das nun sarkastisch oder ernst gemeint ist.

Über eine Länge von knapp einem Kilometer erstreckt sich die künstlich angelegte Eisfläche, links und rechts wird sie von mannshohen Schneewänden begrenzt. Fetz ist seit über 30 Jahren in Österreich, Schweden und Finnland als Fahrinstruktor für Audi tätig. Sein Hauptaugenmerk liegt darauf, die Sicherheit von Lenker und Fahrzeug zu gewährleisten. Es ist aber auch klar: "Auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen".

Bevor es auf das eisige Testgelände geht, erwartet uns eine theoretische Einführung. Fetz zeigt uns die ideale Sitzposition, erklärt uns das Unter- und Übersteuern eines Fahrzeuges und weist auf potentielles Fehlverhalten in Gefahrensituationen hin. Vor allem die Blickführung zähle zu den häufigsten Unfallursachen: "Die meisten Menschen richten ihren Blick auf das Hindernis, anstatt den Weg daran vorbei zu suchen". Und während Fetz ausführlich die bevorstehenden Fahrübungen erklärt, driften hinter uns bereits rote und schwarze Audis über die spiegelglatte Oberfläche und geben einen Vorgeschmack auf das was in Kürze auch uns erwartet. Aufmerksam versuchen wir, uns alle Erklärungen und Hinweise zu merken, denn "schließlich ist das Fahrzeug nur so gut wie der Fahrer selbst". Und dann geht es los. Wir rollen hinaus auf das Eis, orange Plastikhütchen weisen uns den Weg. 

Die ersten Bremsmanöver sind zaghaft, die Spurwechsel stümperhaft. "Weicher lenken, früher bremsen!". Fetz fordert uns zu höchster Konzentration auf und ist sehr präzise in seinen Anweisungen. Die Spikes der Reifen unseres Audi A8 graben sich in das Eis, wir gewinnen an Sicherheit, und einige Runden später können wir den Parcours absolvieren ohne auch nur eines der Hütchen zu berühren. Sichtlich zufrieden beruft unser Instruktor eine Kaffeepause ein. 

Wir wärmen unsere Hände an den Kaffeetassen und tauschen uns begeistert über das Erlebte aus. Italiener, Australier, Deutsche sind hier, sogar ein Pärchen aus Argentinien. Die meisten von ihnen sind Touristen, die aufgrund des vielfältigen Angebots an Freizeitmöglichkeiten nach Seefeld gekommen sind. Neben dem Skifahren, Langlaufen oder Schneeschuhwandern "wollten wir eben auch ein Drifttraining auf Schnee erleben", so der junge Mann aus Buenos Aires. Im Hintergrund rauschen immer wieder die Funkgeräte der Instruktoren. Kommandos werden durchgegeben, bestätigt und wiederholt - Sicherheit wird hier großgeschrieben. Trotzdem kann es natürlich passieren, "dass einmal jemand in die Schneewand rutscht", erzählt Fetz und ergänzt: "Aber besser hier bei uns als später auf der Straße." 

Auch auf uns wartet noch eine letzte Übung: das Driften. Dabei wird der Audi S5 durch gezieltes gasgeben und anschließendes Einlenken in eine kontrollierte Schleuderbewegung gebracht. Nach einer kurzen Demonstration unseres Instruktors, der wie auf Schienen um die Hütchen driftet, sind wir an der Reihe. Erst noch vorsichtig, dann schneller und letztlich mit größter Begeisterung driften wir mit unseren Fahrzeugen um die Hindernisse herum. 

Später, zurück auf der Bundesstraße, ist uns klar: Dieser Tag mit Audi driving experience wird uns auf zwei Ebenen im Gedächtnis bleiben: Einerseits sind die technischen Raffinessen der Fahrzeuge faszinierend und die Übungen auf der Teststrecke ein großer Spaß. Gleichzeitig lernt man aber auch extrem viel über sicherheitstechnische Aspekte des Autofahrens. So führt beispielsweise eine Reaktionszeit von etwa einer halben Sekunde bei einer Fahrgeschwindigkeit von 50 km/h zu einem "Leerweg" von knapp sieben Metern, bevor die Bremsen des Autos zu greifen beginnen. "Genau diesen verlorenen Zeitraum versuchen wir durch unsere Trainings zu minimieren", hat uns Ludwig Fetz erklärt. "Nur wer die Situation frühzeitig erkennt und das Gefühl des Kontrollverlusts schon einmal durchlebt und überwunden hat, kann schneller, kontrollierter und somit effektiver reagieren." 

www.audi.com/driving

Text: Robert Maruna // friendship.is
Fotos: Heiko Mandl // friendship.is

9. März 2018

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